Kapitel 2 | Unterwegs


Am Mittwochmorgen hatte ihn sein Vater – oder der Mann, den er bisher Vater genannt hatte – in die Kutsche gesetzt. Drei Tage später war Sid immer noch unterwegs. Vor den schmalen Fenstern in den Türen der Reisekutsche zogen auf beiden Seiten unaufhörlich Felder, Wälder, Dörfer und Marktstädte vorbei, die in ihrer Gleichförmigkeit alle miteinander zu verschmelzen schienen. Nur die Zwischenstopps alle paar Stunden, bei denen die Pferde gewechselt wurden, sorgten für ein wenig Abwechslung. Allerdings waren diese Aufenthalte meistens so kurz, dass die Passagiere nicht einmal genug Zeit hatten, um sich die Füße zu vertreten.

Zu Hause war Sid öfters mit einem einspännigen Zweisitzer unterwegs gewesen, nie jedoch mit einer Überlandkutsche, die von vier Pferden gezogen wurde. Außerdem waren es immer nur kurze Strecken gewesen, nie so unendlich lange wie mit dieser Kutsche. Die Sitze kamen ihm inzwischen hart wie Steine vor, obwohl sie gepolstert und mit Leder bezogen waren. Gegen das ewige Rütteln und Rumpeln des Wagens auf unebenen und steinigen Wegen half das alles nichts. Sein Hinterteil schmerzte, und jeder einzelne Knochen seines Körpers fühlte sich an, als hätte ihn eine aufgescheuchte Schafherde überrannt. Seiner Stimmung ging es nicht besser.

Ob Louisa sich vielleicht doch verhört hatte? Wenn er sich nur getraut hätte, den Vater zu fragen. Aber dazu hatte ihm der Mut gefehlt. Der Vater hatte auf dem Weg zur Kutsche nur über Sids unmittelbar bevorstehende Reise gesprochen, wo er umsteigen müsse und dass er keinem Fremden trauen solle. Sid hatte in der aufgeregten Hektik des hastigen Aufbruchs die Gelegenheit verpasst, mehr über sich herauszufinden. Jetzt war er unterwegs zu irgendeinem gottverlassenen Kaff an der Küste und würde vielleicht nie erfahren, wer er wirklich war und was hier eigentlich vor sich ging.

Sid warf dem Mann, der ihm gegenübersaß, einen missbilligenden Blick zu. Konnte er nicht endlich aufhören blöde Witze zu erzählen? Dem Jungen war so gar nicht nach Lachen zumute! Man hatte ihn mir nichts dir nichts abgeschoben. Auch wenn der Vater gesagt hatte, dass er nach den Ferien wieder in die Stadt zurückkehren würde, hatte er keine Ahnung, ob er diesem Versprechen glauben konnte. Immerhin hatte man ihn sein Leben lang angelogen; da kam es auf eine weitere Lüge auch nicht mehr an.

Als die Kutsche in das nächste Schlagloch polterte und alle Reisenden wieder heftig durchgerüttelt wurden, konnte Sid kaum noch seine Tränen zurückhalten. Er wünschte, Louisa hätte ihm nichts von dem belauschten Gespräch verraten. Dann wäre er immer noch Henry Carters Sohn, der die Ferien bei dessen Geschäftsfreund verbringen sollte, um mehr über das Gewerbe des Tuchhandels zu lernen. Noch vor wenigen Tagen, als er noch unbekümmert die sonnigen Ferientage mit seinen Freunden genoss, hätte er sich sogar auf eine solche Reise gefreut und hätte ihr voller Spannung entgegen gefiebert. Eine Fahrt ins Abenteuer, die er alleine unternehmen würde! Wie aufregend! Unbekannte Landschaften vorüberziehen zu sehen! Beobachten, wie an jedem Halt neue Fahrgäste zustiegen, die man während einer kurzen, gemeinsam zurückgelegten Wegstrecke kennenlernte, bis sie wieder ausstiegen und sich neue Gesichter der Gruppe der Reisenden anschlossen. Ja, das hätte ihm durchaus gefallen können, wenn er sich nicht so elend und verstoßen fühlen würde. Doch seit seinem Geburtstag hatte sich alles verändert. Statt die Reise als spaßiges Abenteuer genießen zu können, nervte ihn alles. Es kam ihm so vor, als sei er zu einer beschwerlichen Höllenfahrt verdammt, die nie enden würde. Die erste Nacht waren sie durchgefahren, in der folgenden waren sie in einem Wirtshaus abgestiegen. Beim letzten Halt musste er dann in eine andere Postkutsche umsteigen, die ihn an die Küste bringen sollte. Laut Kutscher würde es noch einen halben Tag dauern, und der Junge hätte sein Ziel erreicht. Ob er überhaupt dort ankommen würde, war ihm inzwischen herzlich egal. Er war müde, traurig und frustriert.

Die Kutsche hielt erneut mit quietschenden Bremsen. Der Kutscher öffnete den Schlag. Erleichtert stellte Sid fest, dass der dicke Mann, der während der vergangenen Stunde laut schnarchend bei jeder Kurve in seine Richtung gerutscht war, sich erhob, um auszusteigen. Auch die anderen beiden Passagiere verließen die Kutsche, darunter der Mann, der unaufhörlich Witze riss. Jetzt würde der Junge es sich endlich bequem machen, vielleicht sogar seine Beine auf die gegenüberliegenden Sitze legen können. Doch er hatte sich zu früh gefreut. Während die müden Pferde ausgewechselt wurden, stiegen schon wieder neue Fahrgäste zu. Eine Dame, ganz in schwarz gekleidet, einen Schleier vor dem Gesicht, nahm wortlos Sid gegenüber Platz. Ein jüngerer Mann mit feinem Anzug kletterte nach ihr in die Kutsche. Er nickte Sid kurz zu, setzte sich neben ihn und schlug gleich darauf ein Buch auf. Der Platz neben der verschleierten Dame wurde von einem Herrn eingenommen, der Sid und die beiden anderen Mitreisenden argwöhnisch musterte und erst den Sitzplatz mit einem Taschentuch abwischte, bevor er sich setzte. Der Kutschenschlag wurde zugeknallt. Über den Köpfen der Reisenden hörte man, wie das Gepäck festgezurrt wurde. Gleich würde es wieder weitergehen.

„Halt!“, rief eine laut keuchende Frauenstimme. „Ich will auch noch mit!“

„Wir sind voll besetzt“, hörte man von oben die Stimme des Kutschers, der bereits auf dem Kutschbock hockte.

Im Fenster der Kutschentür tauchte ein rundes, fröhliches Gesicht auf. Mit der Haube, unter der braune Locken hervorquollen, füllte es die Öffnung fast vollständig aus. „Ach was“, meinte die Frau immer noch nach Luft schnappend. „Der Junge ist doch nur eine halbe Portion. Neben dem und seinem Nachbarn ist noch genug Platz!“ Und schon öffnete sie den Schlag. „Da halt mal.“ Sie reichte Sid ihren Henkelkorb, stieg auf den Kutschtritt und versuchte sich durch die schmale Tür zu zwängen. Doch plötzlich ging‘s nicht mehr weiter. Die dicke Dame steckte fest und konnte sich weder vorwärts noch rückwärts bewegen. Aber davon ließ sie sich nicht entmutigen. „Schiebt mal kräftig an“, befahl sie dem Kutscher, und erst als er und der Wachmann, der die Kutsche begleitete, zusammenhalfen, gelang es mit vereinten Kräften, die Frau in den Wagen zu bugsieren.

Lachend quetschte sie sich neben Sid, der eng gegen die Seite des Mannes zu seiner Linken gepresst wurde. „Passt doch“, meinte sie zufrieden, nahm Sid den Korb wieder ab und räkelte sich wie eine Katze. Einen Augenblick später hörten sie die Peitsche knallen. Der Kutscher feuerte die Pferde an, und schon setzte sich das Gefährt mit quietschenden Rädern, schwerfällig in Bewegung.

„Ich bin ganz schön hungrig.“ Sobald die Kutsche losgefahren war, begann die dicke Frau ein in ein gestreiftes Leintuch gewickeltes Paket aus ihrem Korb zu holen und auszupacken. „Willst du ein Stück? Ganz frisch.“ Sie hatte den Korb auf dem Boden der Kutsche abgestellt, und auf dem Tuch auf ihrem Schoß lag der leckerste Rosinenkuchen. Mit einem Messer, das sie auch aus dem Korb gezaubert hatte, schnitt sie eine Scheibe ab. „Ich habe ihn erst heute früh gebacken“. Sie reichte das Stück Sid.

Der Junge betrachtete das leckere Backwerk, in dem saftige Rosinen verlockend glänzten. Obwohl ihm bei ihrem Anblick das Wasser im Mund zusammenlief, lehnte er dankend ab.

„Na so was! Was ist dir denn über die Leber gelaufen? Meine Jungs sind immer hungrig. Du denkst doch nicht etwa, dass ich dich vergiften will?“ Sie steckte sich lachend selbst ein Stück in den Mund. „Komm, sei nicht so schüchtern!“

Sid hatte tatsächlich seit dem Morgen, als sie von dem Gasthof aufgebrochen waren, nichts mehr gegessen. Er leckte sich die Lippen. Es war wirklich unmöglich den Rosinen zu widerstehen, und so nahm er schließlich das Angebot der freundlichen Frau an.

„Danke.“ Wenigstens entschädigte ihn der Kuchen dafür, dass er sich, eingekeilt zwischen ihr und dem lesenden Mann auf der anderen Seite, überhaupt nicht mehr bewegen konnte. Gierig biss er in das Stück Kuchen, und die köstliche Süße der Rosinen, spendete ihm tatsächlich ein wenig Trost.

Die Frau bot auch den anderen Fahrgästen von ihrem Backwerk an. Die Dame in Schwarz hob nur abweisend die Hand, und auch die anderen beiden lehnten dankend ab.

„Ich heiße Polly Miller“, stellte sie sich vor und wischte sich die Hand am Rock ab, bevor sie sie Sid entgegenstreckte und seine Rechte kräftig schüttelte. „Und wer bist du?“

„Sidney Carter“, erwiderte er höflich. Und plötzlich fiel ihm wieder ein, dass er möglicherweise gar nicht Sidney hieß und Carter schon gar nicht.

„Und ist das deine Großmutter?“ Polly Miller wollte auch der Dame in Schwarz die Hand reichen, doch die Frau tat so, als würde sie das überhaupt nicht bemerken. Vielleicht war sie ja auch eingeschlafen.

„Ich bin allein unterwegs“, erklärte Sid der netten Polly Miller höflich.

„Tatsächlich?“, fragte sie während sie eine Rosine aus dem Kuchen zupfte und sich in den Mund steckte. „Wohin geht denn die Reise?“

Plötzlich spürte der Junge das Bedürfnis mit jemanden zu sprechen. Polly Miller sah mit ihren rosigen Wangen und den freundlichen Augen so vertrauenswürdig aus, dass er dem Drang nicht widerstehen konnte, sich ihr anzuvertrauen. Vorsichtig blickte er sich in der Kutsche um. Das Gesicht der verschleierten Dame war kaum zu erkennen, doch sie schien tatsächlich zu schlafen, der junge Mann neben ihm war in ein Buch vertieft, und der Mann gegenüber, der sich ständig am Hals kratzte, war in Gedanken versunken. Und bevor er sich versah, hatte Sid seiner Nachbarin berichtet, was in den vergangenen Tagen geschehen war und welche Sorgen ihn seitdem quälten. Er erzählte, wie er erfahren hatte, dass man ihn adoptiert hatte, von dem rätselhaften Taschentuch im Hutkarton, vom unbekannten Besucher in Henry Carters Laden und dem hastigen Aufbruch am nächsten Morgen.

Die Frau hörte aufmerksam zu, ohne ihn zu unterbrechen. Als er fertig war schüttelte sie mitleidig den Kopf.

„Geschichten gibt’s, man kann’s kaum glauben! Armer Junge!“ Dann reichte sie ihm ein weiteres Stück Kuchen. „Hier, nimm noch ein Stück. Das ist die beste Medizin gegen Trübsinn.“ Und auch sie biss herzhaft in ein weiteres Kuchenstück.

Die nächsten Meilen verbrachte die kleine Gesellschaft schweigend. Der junge Mann fuhr fort zu lesen, die anderen, einschließlich Polly Miller, dösten vor sich hin. Wie sie dies bei dem ewigen Hin- und Hergeschaukel schafften, blieb Sid ein Rätsel. Er versuchte durch die staubigen Scheiben nach draußen zu sehen. Die sanften Hügel und Wälder hatten sich mit einem Mal in eine dunkle, karge Landschaft verwandelt, auf der zwischen seltsamen Felsformationen nur noch vereinzelte, windgebeugte Sträucher wuchsen. Seit ihrem letzten Halt hatten sie kein einziges Dorf mehr durchquert, nur menschenleeres Heideland. Ein kräftiger Wind war aufgekommen, der so laut pfiff, dass er sogar das Quietschen der Räder und das Klappern der Pferdehufe übertönte. Der junge Mann blickte von seinem Buch auf. Auch seine Augen wanderten zum Fenster.

„Das Moor“, meinte er, „ist ganz schön unheimlich, nicht wahr? Man sagt, dass man nachts die Geister von Verbrechern hören kann, die sich dort verlaufen haben und im Sumpf versunken sind.“

„Welche Verbrecher?“ Der ältere Mann, der so ausgesehen hatte, als sei er eingenickt, war plötzlich hellwach. Er kratzte sich wieder am Hals.

„Na, Mörder, Diebe und Schmuggler, die es geschafft haben, aus dem Gefängnis zu entkommen. Das steht mitten im Moor und ganz in der Nähe. Wer dort landet, kommt nie wieder raus. Selbst diejenigen, denen es gelingt, sind für immer verloren. Das Moor gibt seine Opfer nicht wieder frei.“

„So ein Unsinn“, mischte sich Polly Miller ein, die ebenfalls ihre Augen wieder geöffnet hatte. „Das mit dem Gefängnis stimmt, aber Geister von Sträflingen gibt’s hier nicht. Das Moor ist nicht so unfreundlich, wie es aussieht. Ich wohne selbst am Rand des Moors, und wenn die Sonne scheint, ist das einer der schönsten Orte der Welt.“ Ihr gefielen diese Schauermärchen nicht. Sid musste an Louisa denken, die solche Gruselgeschichten liebte. Das wäre eine so richtig nach ihrem Geschmack. Aber Louisa war bei den Eltern in der Stadt, und er würde sie vielleicht nie wiedersehen.

Plötzlich kam die Kutsche abrupt zum Stehen. Wäre Sid nicht zwischen Polly Miller und dem jungen Mann eingekeilt gewesen, wäre er in hohem Bogen auf der verschleierten Dame gelandet. Trotz der geschlossenen Fenster konnte man den Kutscher draußen lautstark fluchen hören.

„Was ist los?“ Der Mann gegenüber blickte sich ängstlich um, wischte sich mit seinem Taschentuch die Schweißperlen von der Stirn und versuchte seine Krawatte zu lockern. „Ist das ein Überfall?“ Nervös zerrte er einen Beutel aus seiner Jackentasche und stopfte ihn eilig in seinen Stiefelschaft. Die Dame neben ihm ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, sondern beobachtete nur alles stumm hinter ihrem Schleier.

Auch der Passagier neben Sid reagierte gelassen. Er schloss erst sein Buch, dann schob er das Fenster in der Tür nach unten, beugte sich vor und steckte seinen Kopf hinaus. Einen Augenblick später lehnte er sich schon wieder lachend zurück auf den Sitz.

„Und? Sind es Straßenräuber?“

„Straßenräuber in der Gestalt einer Kuh.“ Der junge Mann konnte sich fast nicht mehr halten vor Lachen. „Die hat sich wohl ins Moor verirrt.“

„Das ist wirklich nichts zum Spaßen“, erwiderte der andere Mann betroffen. „Als ich im vergangenen Jahr unterwegs war, wurden wir von einer Räuberbande angehalten. Die Schurken haben uns mit Pistolen bedroht und unsere Geldbeutel und Börsen gestohlen!“

Von draußen drangen Rufe in die Kutsche. Der Kutscher und sein Kollege waren wohl dabei, die Kuh aus den Weg zu treiben. Es dauerte nicht lange, und die Kutsche setzte sich wieder in Bewegung. Der Mann gegenüber fummelte schon wieder an seinem Stiefel herum.

„Das ist ein Trick, den mir jemand in einem Gasthof gezeigt hat“, erklärte er, zog seinen Geldbeutel wieder hervor und steckte ihn zurück in seine Jackentasche. „Ist zwar unbequem, aber kein Räuber würde je auf die Idee kommen, in einem Stiefel nach Geld zu suchen.“

„Hatte ihre Kutsche denn keinen Wachmann dabei“, fragte Polly Miller mitfühlend. „Wir brauchen uns jedenfalls keine Sorgen zu machen. Selbst wenn uns Straßenräuber in die Quere kämen, hätten die nicht die geringste Chance. Unser Wachmann hat nicht nur Pistolen, sondern auch eine Donnerbüchse. Peng, peng - und die Ganoven würden sich so schnell wie möglich aus dem Staub machen.“ Zufrieden faltete sie die Hände auf dem Schoß.

Geister, Straßenräuber … Was wohl als nächstes kam?, dachte Sid bei sich. Diese Reise versprach vielleicht doch noch interessanter zu werden als er erwartet hatte. Er blickte auf die düstere Landschaft, die draußen vorbeizog. Durchs offene Fenster konnte man das Moor deutlich erkennen. Der frische Luftzug machte es zudem in der stickigen Kutsche erträglicher. Aber die Pferde wirbelten so viel Staub auf, dass dichte Wolken davon in den Wagen drangen.

Die Dame in Schwarz hüstelte.

„Schließen Sie bitte das Fenster wieder!“, waren ihre ersten Worte, die sie sprach, seit sie die Kutsche bestiegen hatte. „Frischluft ist ungesund!“

„Viel Glück“, meinte sie schlicht und eilte die Dorfstraße entlang.ben. Durch die schmutzigen Scheiben konnte man erkennen, wie die Moorlandschaft allmählich in Ackerland überging. Bald tauchten dort wieder Felder auf, statt niedrigen Sträuchern Bäume und Feldblumen. Schließlich hielt die Kutsche erneut an. Sie waren in einem Dorf angekommen, und Polly Miller verabschiedete sich von dem Jungen. Sie strich ihm aufmunternd über die zerzausten Haare und legte ihm den Rest des Rosinenkuchens auf den Schoß. Dann zwängte sie sich aus dem Wagen, während die beiden Männer ihr dickes Hinterteil anschoben. Endlich draußen angekommen, drehte sie sich nochmals um.

„Viel Glück“, meinte sie schlicht und eilte die Dorfstraße entlang.

Sid wäre gerne mit ihr ausgestiegen. Eine Zukunft voller Rosinenkuchen war bestimmt um einiges besser als sein unbekannte Ziel, dem er sich mit jeder Meile näherte. Aber ihm blieb nichts anderes übrig, als die Kutschfahrt fortzusetzen. Das letzte, was er von Polly Miller sah, war, wie zwei Jungen aus einem Haus auf sie zustürmten und sie freudig umarmten. Dann fuhr die Kutsche weiter und ihr apfelgrüner Rock verschwand in der Ferne.

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