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Interview mit Renée Holler

Wie, und warum, bist Du Autorin geworden?

 

Ich war schon als Kind eine Leseratte. Wenn meine Nase nicht gerade in einem Buch steckte, dachte ich mir selbst Geschichten aus. Irgendwann fing ich an diese in Schulhefte aufzuschreiben. Schon damals wäre ich gerne Autorin geworden, aber mein erstes Buch wurde erst viele Jahre später veröffentlicht. Die ersten Schreibversuche landeten in einer Kiste auf dem Dachboden.

Woher holst Du Dir die Inspiration für deine Bücher?

 

Die Inspiration für meine Bücher kann von überall her kommen: eine Schlagzeile in der Zeitung, eine Meldung im Radio, ein Bericht im Fernsehen, ein Traum, Kindheitserinnerungen, ein Gespräch … Ich könnte diese Liste unendlich fortsetzen. DIE DIEBE VON LONDON geht auf einen Museumsbesuch im Londoner Museum der Docklands zurück. In einer Ausstellung über die Neue Welt wurden Kinderfänger erwähnt. Allein das Wort beflügelte meine Fantasie. Damit ich diese Geistesblitze auch nicht wieder vergesse, ist mein Notizbuch mein ständiger Begleiter.

Was ist für Dich das Tollste daran Bücher für junge Leser zu schreiben?

 

Mir macht es einfach Spaß Geschichten auszudenken und  freue mich immer wieder, wenn ein Buch bei meinen Lesern gut ankommt und ich Lesemuffel zu Leseratten verwandle.

Arbeitest Du derzeit an weiteren Projekten? Was wird man in nächster Zeit Neues von Dir lesen können?

 

Ich arbeite ständig an neuen Projekten. Allerdings ist das alles streng geheim 😉

 

Wenn Du eine Zeitmaschine hättest, in welche Zeit und zu welchem Ort würdest Du auf jeden Fall einmal reisen wollen um vllt. sogar dort zu leben?

 

Tolle Frage! Allerdings könnte ich mich nur sehr schwer entscheiden, in welche Zeitperiode ich am liebsten reisen würde. Da jedes meiner Bücher in einer anderen historischen Periode spielt, würde ich vermutlich immer das Jahrhundert wählen, das ich gerade recherchiere, wie das London des frühen 17. Jahrhunderts in DIE DIEBE VON LONDON. Dort leben? Lieber nicht. Da muss ich nur an Zahnweh denken. Ein kurzer Besuch würde voll ausreichen.

Welches Kinderbuch eines anderen Autoren gefällt dir gut und warum?

 

Emil und die Detektive von Erich Kästner war eines meiner Lieblingsbücher als Kind. Es ist nicht nur spannend geschrieben, sondern auch wunderbar von Walter Trier illustriert. Egal wie oft ich das Buch lese, wird es mir dabei nie langweilig.

 

Welche Kinderbuchfigur hättest du am liebsten selber erfunden und warum?

 

Huckleberry Finn, doch da ist mir Mark Twain zuvorgekommen. Huck ist mein Held. Er ist witzig, frech und erlebt die tollsten Abenteuer.

 

Was machst du, wenn dir nichts mehr einfällt zu schreiben?

 

Meistens schwirren mir zu viele Ideen im Kopf herum. Wenn mir tatsächlich mal nichts mehr einfällt gehe ich spazieren, lese einen spannenden Krimi oder schau mir einen Film an.